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Mikronährstoffe

Mikronährstoffe

Schon im Kindergarten und in der Grundschule lernen Kinder `Gesunde Ernährung´ kennen. Aber was ist das genau? Gesund ernährt man sich einerseits, wenn die zugeführte Energie - also die Anzahl an Kalorien - dem Verbrauch – also der körperlichen Aktivität entsprechend angepasst ist. Im Sinne eines präventiven Lebensstils ist aber auch die Qualität der Nahrung zu bewerten: Dabei ist zum einen auf das Verhältnis von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß zu achten, andererseits muss gerade in der Zeit von Kantinen am Arbeitsplatz, Essen auf Rädern und Mensaessen in den Schulen besonders auf Mikronährstoffe geachtet werden. Dazu gehören Vitamine, Vitaminoide, Mineralstoffe, essentielle Amino- und Fettsäuren; also Substanzen, die stoffwechselregulierend wirken.

Oft verbirgt sich hinter Symptomen wie Müdigkeit, Infektanfälligkeit, nachlassende geistige Aktivität oder Muskelschmerzen eine unzureichende Versorgung mit Mikronährstoffen. Dieser Zustand entsteht jedoch nicht nur durch einen ungünstigen Lebensstil, sondern kann auch Nebenwirkung von Medikamenten sein. Diese sind oftmals Mikronährstoffräuber und können einen Risikofaktor bei der Entstehung chronischer Erkrankungen darstellen. Sorgt man jedoch für einen optimalen Mikronährstoffhaushalt, so stellt dies eine effektive Prävention zahlreicher Volkskrankheiten dar! Nach einer Mikronährstoffbestimmung im Labor können bei Bedarf einzelne oder mehrere Mikronährstoffe ergänzt und so der Gesamtstatus optimiert werden.

In den kommenden Zeilen werden wir Ihnen wichtige Mikronährstoffe vorstellen, ihre Funktion im Organismus erklären und auf Mangelsymptome hinweisen. Eine medikationsbezogene Beratung über Ihren persönlichen Mikronährstoffbedarf lässt sich am besten nach einer Laborbestimmung und unter Berücksichtigung der evtl. verordneten Medikamente durchführen. Denn diese sollten in jedem Fall genauso eingenommen werden, wie sie von Ihrem behandelnden Haus- oder Facharzt verordnet worden sind! Mikronährstoffe sind kein Ersatz für verordnete Medikamente, aber oft eine sinnvolle Ergänzung zur Steigerung des Wohlbefindens und zur Prävention!

In der nächsten Zeilen beschäftigen wir uns als erstes mit Vitamin D! Gerade im Winterhalbjahr entsteht bei vielen Menschen ein Vitamin D – Mangel, da es vom Körper nur mit Hilfe der Sonne gebildet werden kann.

Vitamin D - Das Sonnenvitamin


Die
Bedeutung von Vitamin D für den Knochenstoffwechsel ist schon lange bekannt. Schon Kinder in den ersten 1-2 Jahren nach der Geburt täglich Vitamin D zur Stärkung des Knochenaufbaus. Zur Prophylaxe von Knochenbrüchen und Osteoporose bei älteren Menschen, vor allem Frauen nach der Menopause, wird es oft empfohlen. Schließlich haben die kleinen Tabletten den übel schmeckenden und dadurch so sehr gehassten Lebertran vom täglichen Speiseplan verdrängt. Den Bedarf an Vitamin D ausschließlich über die Nahrung abzudecken ist äußerst schwierig, da Vitamin D vor allem in fettem Seefisch enthalten ist. Kaum einer hat jeden Morgen Appetit auf größere Mengen Hering. Butter und große Mengen Eier sind nur eingeschränkt zur Abdeckung des Vitamin D – Bedarfs geeignet.

Der Mensch hat jedoch eine weitere Möglichkeit seinen Vitamin D- Status zu beeinflussen: über das Sonnenlicht kann er über die Haut Vitamin D selber bilden. Dabei formen die UV-B-Strahlen des Sonnenlichts Cholesterin in Provitamin D um, diese Vorstufe wird dann durch die Körpertemperatur in Cholecalciferol (= Vitamin D) umgewandelt. Dieses wird dann in der Leber und in den Nieren aktiviert und dem Köper verfügbar gemacht.

Trotzdem haben bis zu 90% der Bevölkerung in Deutschland in allen Altersklassen einen mehr oder weniger ausgeprägten Vitamin D-Mangel (Angaben des Robert Koch-Institutes in Berlin)!

 

Warum?

  • Ausschließlich während der Sommermonate wird in unseren Breitengraden eine ausreichende Menge UV-B-Strahlen gebildet, die zur Vitamin D- Versorgung ausreichen könnte.
  • Unser Lebensstil hat sich verändert: wir arbeiten nicht mehr täglich im Freien auf dem Feld, sondern meist in geschlossenen Räumen im Büro
  • UV-B Strahlen sind auch verantwortlich für den Sonnenbrand und erhöhen das Hautkrebsrisiko. Um uns davor zu schützen verwenden wir hohe Lichtschutzfaktoren. Damit wird auch die körpereigene Vitamin D- Synthese behindert.
  • unser Körper hat nur eine geringe Speicherkapazität für Vitamin D, er ist also auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen. 

Aber Vitamin D kann noch mehr!


Vitamin D
ist nach neuesten Forschungsergebnissen nicht nur für den Knochenstoffwechsel verantwortlich, sondern auch an der Funktion vieler anderer Zellen und Organe unseres Körpers:

  • Vitamin D verhindert Immundefizite und schützt deshalb vor vermehrten Erkältungskrankheiten.
  • Vitamin D ist für die antientzündlichen und antiallergischen Botenstoffe des Immunsystems verantwortlich. Allergiker, Asthmatiker und Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen(COPD) geht es unter einer guten Vitamin D-Versorgung oft besser, weil das körpereigene Immunsystem unterstützt wird.
  • Vitamin D- Mangel führt zu einem erhöhten kardiovaskulärem Risiko. Vitamin D hat einen positiven Einfluss auf den Blutdruck bei Hypertonikern und wirkt der Arteriosklerose entgegen, d.h. bei gutem Vitamin D-Status wird das Risiko aller , äßbedingten Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt gesenkt.
  • Vitamin D ist für einen guten Zucker –und Fettstoffwechsel verantwortlich. Bei einem Mangel an Vitamin D werden Körperzellen unempfindlich gegenüber Insulin, es entsteht eine Insulinresistenz. Unter guten Vitamin D-Spiegeln werden erhöhte Cholesterin- und Triglycerid-Werte gesenkt. Auch dadurch wird Gefäßschäden vorgebeugt.
  • Für einige Krebsraten besteht nach neuesten Erkenntnissen ein erhöhtes Risiko durch eine Mangelversorgung an Vitamin D, eine Zufuhr kann also auch vor diesen bösartigen Erkrankungen schützen.
  • verschiedene Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) treten nach Studien gehäuft in Ländern mit niedriger Sonneneinstrahlung auf. Umgekehrt kann die Schubrate der Erkrankung bei Betroffenen unter Vitamin D- Einnahme verringert werden. Vitamin D unterdrückt die Aktivität der entzündungsfördernden Prozesse.

Arzneimittel und Vitamin D


Unter
der Einnahme zahlreicher Arzneimittel tritt Vitamin D- Mangel besonders häufig auf! Dadurch steigt auch das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen dieser Medikamente. Ein gutes Beispiel dafür ist das Osteoporoserisiko unter Langzeittherapie mit Cortison. Unter einer begleitenden Vitamin D Einnahme tritt eine Osteoporose deutlich seltener auf. Aber auch Medikamente bei Fettstoffwechselstörungen (z. B. Simvastatin) und Antazida bzw. Säureblocker (z.B. Omeprazol) führen zu einem schlechten Vitamin D- Status.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Man sollte es deshalb trotz der Tatsache, dass wir in unseren Breitengraden meist unter einem Mangel leiden nicht unkontrolliert einnehmen, sondern vorher einen Vitamin-Status bestimmen lassen. Dabei wird in einer Blutuntersuchung Calcidiol im Serum bestimmt. Dabei gilt ein Spiegel von 32-64 ng/ml als gute Versorgung. Bei Bedarf kann eine individuelle Substitution zu Optimierung des Vitamin D-Status ermittelt werden. In den Wintermonaten sollte darauf besonders geachtet werden.

 

Fitness für Ihr Immunsystem

Erkältungkrankheiten mit Zink und Vitamin C vorbeugen


Es
ist nass, kalt ,ungemütlich und der Hals kratzt - ein grippaler Infekt, eine Erkältung ist im Anmarsch. Eine typische Situation im Winter! Grippale Infekte zählen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt und sorgen für zahlreiche Fehltage in Schule und Beruf. Verantwortlich dafür ist unser Immunsystem. Dies ist ein komplexes System, das aus mehreren Organen und Zellsystemen besteht und für unsere Immunabwehr verantwortlich ist. Es muss Eindringlinge von außen möglichst gut abwehren, wenn diese Angriffe auf die Schleimhäute z.B. von Darm und Atemwegen ausüben. Immunzellen werden dabei zerstört und müssen immer neu gebildet werden - dafür sind Vitamine und Mikronährstoffe besonders wichtig. Insbesondere Zink und Vitamin C sind sowohl in der Prävention, als auch in der Therapie von grippalen Infekten unverzichtbar.

Das Spurenelement Zink hat Bedeutung für die Bildung von T-Lymphozyten, die direkt für unsere Immunabwehr verantwortlich sind, bei einem Mangel leiden wir unter erhöhter Infektanfälligkeit. Zink hat eine vorbeugende Funktion. Die regelmäßige Einnahme von Zinktabletten ist zur Vorbeugung von grippalen Infekten empfehlenswert. Außerdem hat Zink eine direkt antivirale Eigenschaft, da es die Virusvermehrung hemmt und das Eindringen der Viren in die Schleimhäute blockiert. Dies bedeutet, dass Zink auch bei einer bereits bestehenden Erkältungserkrankung eingenommen werden sollte. Bei akuten Infektionen werden Lutschtabletten oder Brausetabletten verwendet. Brausetabletten sollten dabei nach dem Auflösen im Wasser und vor dem Trinken zum Gurgeln genutzt werden. So kann die virushemmende Wirkung der Zinkionen auf der Schleimhautoberfläche genutzt werden.

Zink schützt vor Erkältungskrankheiten, verkürzt ihre Dauer und lindert die Symptome! Vitamin C kann gut mit Zink kombiniert werden. Es ist ein Antioxidans und ein Schutzvitamin für unseren Körper. Seine Wirkung auf das Immunsystem ist lange bekannt. Es wird in den T-Lymphozyten angereichert, bei einem Mangel an Vitamin C sinkt die zelluläre Abwehrleistung und macht sich durch erhöhte Infektanfälligkeit bemerkbar.

Sie können sich vor häufigen Infekten schützen!

 

B-Vitamine


Unser Körper braucht sie!

Der Vitamin B– Komplex beinhaltet 8 chemisch unterschiedliche Stoffe, die allesamt wichtige Funktionen im Stoffwechsel ausüben. Die meisten von ihnen sind vom Körper nicht speicherbar, sie müssen regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Gesunde Personen, die sich ausgewogen ernähren, können ihren Bedarf über Lebensmittel wie Getreide, Milch, Hülsenfrüchte Gemüse oder Fleisch decken. Dennoch gelingt dies nicht immer.

Vitamin B12 ist dafür ein bekanntes Beispiel:

Cobalamin (Vitamin B 12) ist für die Bildung von roten Blutzellen, die Funktion von Gehirn und Nervenzellen und den Eiweiß- und Energiestoffwechsel verantwortlich. Der Mensch nimmt Vitamin B12 über Fleisch- und Milchprodukte auf, in pflanzlichen Nahrungsmitteln ist es jedoch nicht enthalten. Deshalb besteht bei einer rein vegetarischen Ernährung die Gefahr eines Vitamin B 12-Mangels. In der Nahrung ist Vitamin B 12 meist an Eiweiß gebunden. Mit Hilfe der Magensäure und verschiedene Transportmechanismen gelangt es schließlich über den Dünndarm in den Körper. Allerdings gelangt stets nur ein Teil der über die Nahrung angebotenen Vitamin- B 12-Menge zur Aufnahme. Abgesehen von Personen mit Mangel- und Fehlernährung , gibt es auch Personen, bei denen trotz ausreichender Vitamin -B12-Zufuhr ein Mangelzustand auftreten kann. Aufgrund krankheitsbedingter Veränderungen oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente kann das angebotene Vitamin B12 nur schlecht verwertet werden. Ältere Menschen und solche mit chronischen Magenschleimhautentzündungen sind somit oft unterversorgt.

Folge: Mangelversorgung trotz scheinbar ausreichender Versorgung.


Der
persönliche Bedarf an Vitamin B12 ergibt sich somit aus Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und der Einnahme bestimmter Medikamente oder besondere Ansprüche durch Sport und berufliche Aktivität des Einzelnen.

Aber woran erkennt man einen Vitamin B12 Mangel?

Oft erkennt man zunächst unspezifische Symptome wie körperliche und geistige Erschöpfung, Schwäche, Konzentrationsstörungen und schnelle Ermüdbarkeit im Alltag.

Durch zusätzliche Zufuhr ausreichend hoher Dosen von Vitamin B12 kann man Mangelsymptomen vorbeugen, Energie liefern und Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit im Alltag wieder steigern.

 

Magnesium: Mineralstoff für Muskeln und Nerven


Magnesium
befindet sich im Körper vor allem in Knochen und Skelettmuskulatur. Es beeinflusst auch die Muskulatur des Herzens und anderer Organe, aktiviert Enzyme und unterstützt die Funktion des Nervensystems. Kurz gesagt: Magnesium ist lebensnotwendig!

Aber wo kommt es her?

Das lebenswichtige Mineral kann unser Körper nicht selber herstellen, es muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei ca. 375mg pro Tag, ist aber abhängig von Geschlecht und individueller Lebensweise: Sportler, Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit und Menschen mit Stress im Beruf oder Alltag haben einen erhöhten Bedarf.

Mit der Nahrung können wir Magnesium durch den Verzehr von Vollkornprodukten, Gemüse, Nüssen Milch, Geflügel und Fisch aufnehmen. Eine wichtige Quelle ist zudem das verwendete Mineralwasser. Jedes Mineralwasser ist mit einem Analysenzertifikat versehen, das den Mineralstoffgehalt angibt. Ein gutes Mineralwasser sollte calcium- und magnesiumreich, jedoch natriumarm sein. Mindestens 50mg/l Magnesium sollte ein Mineralwasser haben.

Da der Körper Magnesium nicht selber produzieren kann, führt eine zu geringe Aufnahme des Minerals zu Magnesiummangel. Bekannteste Anzeichen sind Krämpfe der Gliedmaßenmuskulatur, meist in Form von Wadenkrämpfen. Diese treten oft nachts auf und sind sehr schmerzhaft. Ein ausgeprägter Mangel macht sich auch durch Müdigkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit oder Herzrasen bemerkbar.

Nicht nur aufgrund ungesunder Ernährung entsteht Magnesiummangel. Erkrankungen oder Medikamente können Auslöser für Symptome- wie z.B. Wadenkrämpfe- sein. Oft sind es Diuretika -Medikamente zur Entwässerung- die dafür sorgen, dass Magnesium über die Nieren verloren geht. Eine Umstellung der Therapie oder eine zusätzliche Magnesiumsubstitution sind hilfreich. Auch in einer Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes oder hormonellen Störungen der Nebennierenrinde kann die Ursache liegen.

Sportler sollten besonders auf ihren Magnesiumhaushalt achten. Magnesium geht dem Körper über starkes Schwitzen verloren. Wird der Flüssigkeitsverlust durch magnesiumangereicherte Getränke ausgeglichen, kann man sofort dem Magnesiummangel und den gefürchteten Wadenkrämpfen nach dem Sport vorbeugen.

Aber: Magnesium ist nicht gleich Magnesium!


Magnesium
wird in Form von Salzen aufgenommen, jedoch werden nicht alle Magnesiumsalze ausreichend resorbiert. Besonders empfehlenswert sind Magnesiumcitrat und – orotat. Sie sind leicht löslich und stehen dem Körper schnell zur Verfügung.

 

Sind ihre Arzneimittel Mikronährstoffräuber?

Neben Eiweißen, Fett und Kohlenhydraten benötigt unser Körper für die Stoffwechselfunktion weitere wichtige Substanzen: Mikronährstoffe! Diese sind Bestandteile der Nahrung, die der Körper nur in geringen Mengen benötigt, die aber für den Stoffwechsel besonders wichtig sind. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essentielle Fettsäuren und auch Aminosäuren. Fehlt nur eine dieser ca. 45 lebenswichtigen Substanzen, so kommt es früher oder später zu Mangelerscheinungen, die die Entwicklung bestimmter Erkrankungen begünstigen können. Durch chronische Erkrankungen werden die Mikronährstoff-Vorräte besonders beansprucht und es besteht daher ein erhöhter Bedarf an diesen Substanzen.Ausgerechnet Arzneimittel haben ebenfalls Einfluss auf den Mikronährstoffhaushalt. Oft wird die optimale Wirkung eines Arzneimittels erst dann erreicht, wenn die Mikronährstoff-Versorgung ausgewogen ist.

In der Praxis oft unterschätzt

Leider wird in der Praxis oft unterschätzt, dass zahlreiche verordnete Medikamente zu Mikronährstoff-Defiziten führen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Antibiotika-Einnahme: Durchfälle zählen zu den häufigsten nebenwirkungen, was zur Folge hat, dass auch Mikronährstoffe aus der Nahrung im Darm schlecht resorbiert werden.

Negativer Einfluss

Andererseits gibt es Arzneistoffe, die die Verstoffwechselung und Ausscheidung über die Niere beschleunigen. So entstehen Defizite bestimmter Mikronähstoffe, die die Grunderkrankung negativ beeinflusen können. Diuretika, die u.a bei Bluthochdruck eingesetzt werden, führen zu verstärkter Ausscheidung von Magnesium, Kalium, Zink und B-Vitaminen. Oder ASS – der Wirkstoff von Aspirin®– schwemmt das in der Magenschleimhaut vorhandene Vitamin C aus und führt dadurch zu Magenschleimhautreizungen. Sehr deutlich wird diese Problematik auch bei den Lipidsenkern, den CSE- Hemmern, die bei zu hohen Cholesterinwerten verordnet werden: Sie hemmen nicht nur die Bildung von Cholesteri, sondern beeinträchtigen ebenfalls die Körpereingene Bildung von Coenzym Q10. So kann es zu Einschränkung der Herzleistung kommen. Hinreichend bekannt hingegen ist die Tatsache, dass Cortisonpräparate die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung vermindern und diese langfristig zu Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) führen kann.

Wirkung optimieren

Es gibt zahlreiche Beispiele für diese Wechselwirkungen von Mikronährstoffen und Arzneimitteln. Durch die gezielte Abstimmung des Mikronähstoffhaushaltes kann man sie Wirkung der verordneten Arzneimittel aber Optimieren. Ein Check-up lohnt sich!